Legale Informationen Allgemeine Transportbedingungen

Stand: Juni 2017

Artikel I - Begriffsbestimmungen

Im Rahmen der vorliegenden Bestimmungen und sofern sich aus dem Wortlaut oder dem Zusammenhang nichts anderes ergibt, haben die folgenden Ausdrücke die ihnen jeweils nachstehend zugeordnete Bedeutung:

Abkommen
bezeichnet, je nach Fall:
(a) das Abkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, unterzeichnet im Warschau am 12. Oktober 1929;
(b) das Haager Protokoll vom 28. September 1955, welches das Warschauer Übereinkommen abändert;
(c) das ergänzende Abkommen von Guadalajara vom 18. September 1961;
(d) die Protokolle von Montreal Nr. 1, 2 und 4 (1975), welche das Warschauer Übereinkommen abändern;
(e) das Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, unterzeichnet in Montreal am 28. Mai 1999.

Air France
bezeichnet die Société Air France, eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 126 748 775 Euro und Sitz in 45, rue de Paris in Paris, F-95747 Roissy CDG Cedex, Frankreich, eingetragen im Handels- und Firmenregister von Bobigny unter der Nummer 420 495 178.

Airline Code
bezeichnet den von der IATA zugewiesenen Code, der jeden Luftfrachtführer identifiziert, welcher Mitglied dieser Organisation ist, und aus einem oder mehreren Buchstaben, Ziffern oder alphanumerischen Zeichen besteht und auf dem Flugschein ausgewiesen ist.

Allgemeine Beförderungsbedingungen
bezeichnet die vorliegenden allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Anspruchsberechtigter (siehe Entschädigungsberechtigte Personen)

Ausführender Luftfrachtführer
bezeichnet den Luftfrachtführer, der den Flug durchführt.

Ausstellungsgebühren (oder Ticket-Service-Entgelt)
bezeichnet die ggf. vom Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten dem Fluggast für die Ticketausstellung in Rechnung gestellten Gebühren. Die Höhe dieser Gebühren wird vom Aussteller des Flugscheins (d. h. vom Luftfrachtführer oder dem bevollmächtigten Agenten) festgelegt.

Bearbeitungsgebühren
bezeichnet Gebühren, die der Luftfrachtführer und/oder sein bevollmächtigter Agent dem Fluggast insbesondere für die Umbuchung (Umbuchungsgebühren), die Neuausstellung (Neuausstellungsgebühr) oder die Erstattung eines Flugscheins (Erstattungsgebühren) in Rechnung stellt.
Gegebenenfalls informiert der Luftfrachtführer den Fluggast vor Abschluss der Buchung über die Höhe der Bearbeitungsgebühren.
Die Höhe dieser Gebühren können beim Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten erfragt werden.

Beförderungsvertrag
bezeichnet die auf dem Flugschein angegebenen Erklärungen und Bestimmungen, welche als solche dargestellt sind und die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen sowie die Hinweise für die Fluggäste enthalten.

Bevollmächtigter Agent
bezeichnet eine natürliche oder juristische Person, die vom Luftfrachtführer bevollmächtigt ist, ihn bei dem Verkauf von Flugscheinen an Fluggäste im Rahmen des Leistungsangebots des Luftfrachtführers und, wenn er dazu ermächtigt ist, auch für Leistungen anderer Luftfrachtführer zu vertreten.

Buchung
bezeichnet einen von einem Fluggast gestellten Antrag auf Beförderung, der vom Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten eingetragen wird.

Chartervereinbarungen
bezeichnet Beförderungsvereinbarungen, bei denen der Vertragsluftfrachtführer die gesamte Beförderungsleistung oder einen Teil derselben durch einen anderen Luftfrachtführer (ausführender Luftfrachtführer) ausführen lässt; bezeichnet ebenfalls eine Geschäftsvereinbarung, durch die ein anderer Vertragspartner des Fluggastes (zum Beispiel ein Tour-Operator) einem Frachtführer die Durchführung der gesamten oder eines Teils der Luftbeförderungsleistung überträgt.

Code Share oder Code Share-Flug
bezeichnet eine Luftbeförderung, die entweder durch den Luftfrachtführer ausgeführt wird, mit dem der Fluggast einen Vertrag abgeschlossen hat (Vertragsluftfrachtführer) oder durch einen anderen Luftfrachtführer (ausführender Luftfrachtführer), mit dem der Vertragsluftfrachtführer seinen Airline Code verbunden hat.

Code Share-Flug (siehe Code Share)

Coupon
bezeichnet entweder einen Flugcoupon in Papierform oder einen elektronischen Coupon, wobei auf beiden der Name des Fluggastes vermerkt ist, der einen auf dem Coupon bezeichneten Flug antritt.

Eincheckfrist (siehe Meldeschlusszeit)

Elektronischer Coupon
bezeichnet einen elektronischen Flugcoupon oder ein anderes, gleichwertiges Dokument, das im computergestützten Reservierungssystem des Luftfrachtführers auf einem digitalen Träger gespeichert ist.

Elektronischer Flugschein
bezeichnet den vom Luftfrachtführer oder auf dessen Anordnung auf einem computergestützten Reservierungssystem gespeicherten Flugschein, der dem Fluggast vom Luftfrachtführer oder einem bevollmächtigten Agenten in Form eines Reiserouten-Coupons (auch Reise-Memo genannt) ausgestellt wird, den elektronischen Flugcoupon oder jedes andere gleichwertige Dokument.

Entschädigungsberechtigte Personen
bezeichnet den Fluggast oder andere Personen, welche gemäß den geltenden Bestimmungen Anrecht auf Entschädigung für den betreffenden Fluggast haben.

Ergänzender Flugschein oder Zusatzflugschein
bezeichnet einen zusätzlichen, gemeinsam mit einem anderen Flugschein ausgestellten Schein, dessen Ausstellung aufgrund der hohen Anzahl von Coupons des ursprünglichen Flugscheins notwendig wird, wobei die Gesamtheit aller Dokumente einen einzigen Beförderungsvertrag darstellt.

Erstattungsgebühren (siehe Bearbeitungsgebühren)

Excess-Value-Erklärung für Reisegepäck
bezeichnet die Erklärung des Fluggastes zum Zeitpunkt der Gepäckabfertigung, in der gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr ein höherer Wert des Gepäcks als der vom Abkommen als Haftungssumme festgelegte Wert deklariert wird.

Fluganzeigetafel (siehe Flugplan)

Flugcoupon
bezeichnet den Teil des Flugscheins, der den Vermerk berechtigt zur Beförderung “trägt„ oder, im Fall eines elektronischen Flugscheins, den elektronischen Coupon, der die genauen Orte angibt, zwischen denen der Fluggast befördert werden muss.

Fluggast
bezeichnet alle Personen, die im Besitz eines Flugscheins sind, abgesehen von den Besatzungsmitgliedern, und mit dem Flugzeug befördert werden oder befördert werden sollen.

Fluggastcoupon (siehe Passenger-Receipt)

Fluggastcoupon oder Passenger-Receipt
ist der Teil des Flugscheins, der vom Luftfrachtführer oder in seinem Namen ausgestellt wurde, als solcher bezeichnet ist und vom Fluggast aufbewahrt werden muss.

Flugplan oder Fluganzeigetafel
bezeichnet die Abflug- und Ankunftszeiten der Flugzeuge, wie sie in den vom Luftfrachtführer oder unter seiner Aufsicht veröffentlichten Flugplänen angegeben oder der Öffentlichkeit auf elektronischem Weg zur Kenntnis gebracht werden.

Flugreise (oder Luftbeförderung)
bezeichnet die Beförderung des Fluggastes und seines Gepäcks im Sinne des geltenden Abkommens

Flugschein
bezeichnet das vom Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten ausgestellte oder genehmigte gültige Dokument, welches Anrecht auf Beförderung verleiht, entweder in Form eines „individuellen oder kollektiven Beförderungscoupons“ oder in Form eines gleichwertigen immateriellen Mittels, eventuell ergänzt durch einen Gepäckschein für das aufgegebene Gepäck. Dieses Dokument stellt den Beförderungsvertrag dar und enthält die Flugscheine, die Fluggastcoupons, die Hinweise für die Fluggäste sowie die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Freigepäck
bezeichnet die vom Luftfrachtführer festgelegte maximale Gepäckmenge (nach Stückzahl und/oder Gewicht und/oder Abmessungen), die der Fluggast auf die Reise mitnehmen darf.

Gebühren für die Neuausstellung (siehe Bearbeitungsgebühren)

Gepäck
bezeichnet alle Gegenstände, persönliche Effekten und sonstiges persönliches Reisegut eines Fluggastes, das er benutzt oder mit sich führt. Außer im Falle anders lautender Bestimmungen bezeichnet dieser Begriff sowohl das aufgegebene als auch das nicht aufgegebene Gepäck.

Gepäck, aufgegebenes
bezeichnet dasjenige Gepäck, das der Luftfrachtführer in Obhut nimmt und für das er einen Gepäckschein ausgestellt hat.

Gepäck, nicht aufgegebenes oder Handgepäck
bezeichnet das gesamte Gepäck des Fluggastes mit Ausnahme des aufgegebenen Gepäcks. Dieses Gepäck/diese Gepäckstücke bleibt/bleiben in der Obhut des Fluggastes.

Gepäcketikett oder Tag
bezeichnet den Teil des zur Identifizierung des aufgegebenen Gepäcks ausgestellten Etiketts, das auf dem aufgegebenen Gepäckstück angebracht wird.

Gepäckidentifizierungsmarke
bezeichnet einen vom Luftfrachtführer ausschließlich zur Identifizierung des aufgegebenen Gepäcks ausgestellten Schein, der aus einem auf dem Gepäckstück angebrachten Teil (Gepäcketikett) und einem dem Fluggast zur Identifizierung des genannten Gepäckstücks ausgehändigten Teil (Gepäckschein) besteht.

Gepäckschein
bezeichnet den Teil der Gepäckidentifizierungsmarke für die Beförderung des aufgegebenen Gepäcks, den der Luftfrachtführer dem Passagier aushändigt.

Geplante Flugunterbrechung (oder Stopover)
bezeichnet eine eingeplante Reiseunterbrechung auf Wunsch des Fluggastes an einem Ort zwischen Abflug- und Zielort, welcher auf dem Flugschein oder im Flugplan angegeben ist.

Handgepäck (siehe Gepäck, nicht aufgegebenes)

Haustier
bezeichnet ein Haustier, das vom Fluggast in der Kabine oder im Frachtraum mitgeführt wird. Der Fluggast ist Besitzer des Haustiers oder eine natürliche Person, die im Auftrag des Besitzers handelt und auf der Reise die Verantwortung für das Haustier übernimmt.

Höhere Gewalt
bezeichnet ungewöhnliche oder unvorhersehbare Umstände, die sich dem Einfluss dessen, der sie geltend macht und den entsprechenden Beweis vorlegt, entziehen und die auch bei Anwendung aller Sorgfalt nicht vermeidbar gewesen wären.

IATA (International Air Transport Association)
bezeichnet den im April 1945 in Montreal gegründeten Internationalen Luftfahrtverband, dessen Aufgabe die Unterstützung der Entwicklung einer sicheren, regelmäßigen und wirtschaftlichen Luftfahrt, die Förderung von Handelsbeziehungen auf dem Luftwege und die Behandlung der damit zusammenhängenden Probleme ist.

Inlandsflug
bezeichnet Flüge, deren Abflugort und Ankunftsort sich innerhalb desselben Staates befinden und für die daher eine gebietsmäßige Kontinuität gilt.

Internationale Abkommen (IIA und MIA) der International Air Transport Association (IATA)
bezeichnet die zwischen Frachtführern abgeschlossenen Abkommen bezüglich der Haftung von Luftfrachtführern. Sie wurden am 31. Oktober 1995 in Kuala Lumpur (IIA) und am 3. April 1996 in Montreal (MIA) unterzeichnet und gelten seit 1. April 1997 für die Luftfrachtführer, die Mitglied der International Air Transport Association (siehe IATA) sind. Sie bewegen sich im rechtlichen Rahmen der unter den Punkten (a) bis (d) des nachstehenden Begriffs „Abkommen“ genannten internationalen Texte über die Haftung von Luftfrachtführern.

Internationaler Flug
bezeichnet im Sinne des Abkommens Flüge, deren Abflugort und Ankunftsort und gegebenenfalls Zwischenlandungsort sich unabhängig von weiteren Zwischenlandungen oder Flugzeugwechseln auf dem Gebiet von mindestens zwei Unterzeichnerstaaten des Abkommens befinden oder deren Abflugort und Ankunftsort sich in einem einzigen Staat befinden, wenn in einem anderen Unterzeichner- oder Nichtunterzeichnerstaat des Abkommens eine Zwischenlandung vorgesehen ist.

Kombinierte Beförderung Luftverkehr – Schienenverkehr – Seeverkehr
bezeichnet die kombinierte Beförderung, in deren Rahmen der Luftverkehr und die anderen Beförderungsarten gemeinsam verkauft und unter unterschiedlichen Haftungsbedingungen durchgeführt werden können.

Luftbeförderung (siehe Flugreise)

Luftfrachtführer
bezeichnet AIR FRANCE oder einen anderen Luftfrachtführer, dessen Airline Code auf dem Flugschein oder einem Zusatzflugschein ausgewiesen ist.

Luftfrachtführer der Gemeinschaft
bezeichnet einen Luftfrachtführer, welcher im Besitz einer gültigen Betriebsgenehmigung ist, die von einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union gemäß der anwendbaren europäischen Vorschriften ausgestellt wurde.

Meldeschlusszeit oder Eincheckfrist
bezeichnet den für jeden Flug angegebenen festgesetzten Zeitpunkt, bis zu dem der Fluggast seine Check-in-Formalitäten abgeschlossen haben und im Besitz seiner Bordkarte sein muss.

Nettopreis oder Flugpreis ohne Steuern und Gebühren
bezeichnet den dem Fluggast berechneten Tarif ohne Steuern und Ausstellungsgebühren.

Notfallplan bei langen Startverzögerungen auf dem Rollfeld (oder Conting ency Plan for Lengthy Tarmac Delays)
bezeichnet den Notfallplan des Luftfrachtführers, der im Falle langer Startverzögerungen des Flugzeugs auf dem Rollfeld eines US-amerikanischen Flughafens im Sinne des US-amerikanischen Ministeriums für Transport (Department of Transportation) greift.

Passagier mit eingeschränkter Mobilität
bezeichnet Personen, deren Mobilität aufgrund einer ständigen oder vorübergehenden körperlichen Behinderung (der Sinnesorgane oder des Bewegungsapparats), einer geistigen Beeinträchtigung, ihres Alters oder einer anderen Art von Behinderung eingeschränkt ist und deren Situation spezielle Berücksichtigung verlangt sowie die Anpassung der allen anderen Passagieren angebotenen Dienstleistungen an die Bedürfnisse dieser Person.

Preis ink. Steuern und Gebühren
bezeichnet den Nettopreis zzgl. Steuern und Gebühren

Reise-Memo oder Reiserouten-Coupon
bezeichnet ein oder mehrere Dokumente, die der Luftfrachtführer dem Fluggast ausstellt, wenn dieser einen elektronischen Flugschein verwendet. Dieses Dokument enthält den Namen des Fluggastes, die Fluginformationen und die Hinweise für die Passagiere.

Reiserouten-Coupon (siehe Reise-Memo)

Schaden
schließt Todesfälle und Körperverletzungen eines Fluggastes oder einen als Folge einer Verspätung oder eines Total- oder Teilverlustes eingetretenen Schaden oder jeden anderen Schaden ein, der im Rahmen einer Flugreise, so wie sie weiter oben definiert wurde, auftritt oder in direktem Zusammenhang mit dieser Flugreise steht.

Sonderziehungsrecht (SZR)
ist eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds (IWF), deren Wert regelmäßig vom Internationalen Währungsfonds auf Grundlage des Kurses mehrerer Referenzwährungen festgelegt wird.

Steuern und Gebühren
bezeichnet die Gebühren, Steuern und Zuschläge, die von eine, dem Flughafenbetreiber oder einer anderen Behörde auferlegt werden, wie in Artikel 4 weiter unten festgelegt.

Tag (siehe Gepäcketikett oder Tag)

Tage
bezeichnet die Kalendertage; eine Woche hat sieben Tage. Für Benachrichtigungen gilt, dass der Absendetag nicht mitgezählt wird. Zur Bestimmung der Gültigkeitsdauer eines Flugscheins wird der Tag der Ausstellung des Flugscheins oder der Tag des Abflugs nicht mitgerechnet. 

Tarife
bezeichnet den vom Fluggast gebuchten Tarif für eine vom Fluggast gebuchte Beförderungsleistung für eine bestimmte Buchungsklasse, eine bestimmte Flugstrecke, bestimmte Flüge und ggf. bestimmte Reisedaten.

Umbuchungsgebühren (siehe Bearbeitungsgebühren)

Vertragsluftfrachtführer oder Vertraglicher Luftfrachtführer
bezeichnet den Luftfrachtführer, mit dem der Fluggast einen Beförderungsvertrag abgeschlossen hat und dessen Airline Code auf dem Flugschein angegeben ist.

Website von Air France
bezeichnet die Website „www.airfrance.com“

Zwischenlandungen
bezeichnet die Orte, außer dem Abflug- und Bestimmungsort, die auf dem Flugschein angegeben sind oder die im Flugplan des Luftfrachtführers als auf der Reiseroute des Fluggastes vorgesehene Zwischenlandungen vermerkt sind.

Artikel II - ANWENDUNGSBEREICH

2.1 Allgemeines

(a) Diese Beförderungsbedingungen sind die Beförderungsbedingungen, auf welche im Flugschein des Fluggastes Bezug genommen wird. Sie sind vorbehaltlich der Bestimmungen des nachstehenden Artikels 2.2 nur auf solche Beförderungen anwendbar, für die eine Air France Flugnummer (Airline Code AF) in der Spalte Carrier/Flight des entsprechenden Flugscheins oder Coupons eingetragen ist.

(b) Diese Bestimmungen finden vorbehaltlich abweichender vertraglicher Vereinbarungen im Beförderungsvertrag oder anderen zwischen Air France und dem Fluggast abgeschlossenen Vertragsunterlagen ebenfalls Anwendung bei Beförderungen, die kostenlos oder zu ermäßigten Preisen durchgeführt werden.

(c) Alle Beförderungen unterliegen den Allgemeinen Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers, welche zum Zeitpunkt der Buchung des Fluggastes gelten.

(d) Die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen wurden in Anwendung des Abkommens von Montreal vom 28. Mai 1999 und des geltenden Rechtes der Europäischen Gemeinschaft erstellt.

(e) Diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen können bei Air France oder ihren bevollmächtigten Agenten eingesehen und über die Website von Air France aufgerufen werden.


2.2 Charterflüge und Code Share-Flüge

(a) Bestimmte Flüge des Luftfrachtführers können Gegenstand einer Chartervereinbarung oder eines Code Share-Abkommens sein. 

(b) Wird die Beförderung gemäß einer Chartervereinbarung oder eines Code Share-Abkommens durchgeführt, gelten die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen insbesondere, wenn sie sich als vorteilhafter erweisen als die Bedingungen des ausführenden Luftfrachtführers.

(c) Der Fluggast wird bei Abschluss des Beförderungsvertrags über die Identität des oder der ausführenden Luftfrachtführer(s) informiert. 
Nach Abschluss des Beförderungsvertrags kann ein anderer als der auf dem Flugschein genannte Luftfrachtführer die betreffende Luftbeförderung ausführen. Der Luftfrachtführer informiert den Fluggast über die Identität des ausführenden Luftfrachtführers sobald diese bekannt ist. In allen Fällen wird der Passagier gemäß den geltenden Vorschriften spätestens beim Einchecken, oder im Falle eines Anschlussflugs ohne vorheriges Einchecken, vor dem Einsteigen informiert. 

2.3 Für lange Verzögerungen auf dem Rollfeld gilt in den Vereinigten Staaten jeweils der Notfallplan des Luftfrachtführers, der den Flug durchführt (ausführender Luftfrachtführer). 

2.4 Entgegenstehendes Recht 

Diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen gelten, sofern sie nicht mit den geltenden Gesetzen oder den Regeln der öffentlichen Ordnung in Widerspruch stehen. Sollte dies der Fall sein, haben diese Gesetze oder Regeln Vorrang. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen nach anwendbarem Recht ungültig sein, so bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt, es sei denn der Beförderungsvertrag kann nicht ohne die als ungültig oder unwirksam erklärte Bestimmung bestehen.

Artikel III - FLUGSCHEINE

3.1 Allgemeine Bestimmungen 

(a) Der Flugschein beweist bis zum Nachweis des Gegenteils den Abschluss und den Inhalt eines Beförderungsvertrags zwischen dem Luftfrachtführer und dem Fluggast, dessen Name auf dem Flugschein ausgewiesen ist.

(b) Die Beförderungsleistung erfolgt nur für Fluggäste, die namentlich auf dem Flugschein ausgewiesen sind. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, die Vorlage der zur Identifikation der Fluggäste erforderlichen Dokumente zu verlangen. Der Fluggast muss daher in der Lage sein, sich selbst und die Personen, für die er während seiner Reise verantwortlich ist, gegenüber dem Luftfrachtführer auszuweisen.

(c) Der Flugschein ist unter dem Vorbehalt der Anwendung der geltenden Vorschriften nicht übertragbar, insbesondere in Bezug auf Pauschalreisen. Wird der Flugschein von einer anderen als der zur Beförderung oder zur Erstattung des Flugscheins berechtigten Person vorgelegt, übernimmt der Luftfrachtführer keine Haftung, wenn er in gutem Glauben die Beförderung der Person durchgeführt hat, die den Flugschein vorgelegt hat oder dieser Person eine Erstattung gewährt hat.

(d) Bestimmte zu ermäßigten Tarifen verkaufte Flugscheine sind teilweise oder zur Gänze nicht umbuchbar und/oder nicht erstattungsfähig. Der Fluggast ist bei der Buchung selbst für die Einhaltung der für die Verwendung seines Flugscheines geltenden Bedingungen und gegebenenfalls den Abschluss entsprechender Rücktrittsversicherungen verantwortlich.

(e) Da der Flugschein vorgeschriebenen Formbedingungen unterliegt, bleibt er jederzeit das Eigentum des ausstellenden Luftfrachtführers.

(f) Mit Ausnahme des elektronischen Flugscheins wird der Fluggast nur dann befördert, wenn er einen gültigen Flugschein vorlegen kann, der den Flugcoupon für die anzutretende Reise und die übrigen unbenutzten Flugcoupons sowie den Fluggastcoupon enthält. Ein Anspruch auf Beförderung besteht nicht, wenn der vom Fluggast vorgelegte Flugschein beschädigt oder nachträglich abgeändert worden ist, es sei denn, dass dies durch den Luftfrachtführer oder einen seiner bevollmächtigten Agenten erfolgt ist. Bei Reisen mit elektronischen Flugscheinen besteht nur dann Anspruch auf Beförderung, wenn sich der Fluggast ausreichend ausweisen kann und wenn ein gültiger elektronischer Flugschein auf den Namen des Fluggastes ausgestellt wurde.

(g) Bei Beschädigung oder Verlust eines Flugscheins oder eines Teils des Flugscheins oder bei Nichtvorlage desselben mit darin enthaltenem Fluggastcoupon und allen nicht benutzten Flugcoupons ersetzt der Luftfrachtführer auf Wunsch des Fluggastes diesen Flugschein ganz oder teilweise durch einen neuen Flugschein. Als Voraussetzung gilt dabei, dass dem Luftfrachtführer zum Zeitpunkt des Antrags auf Neuausstellung nachgewiesen wird, dass für die in Frage stehende Beförderung ein gültiger Flugschein ausgestellt war.

Wenn der Fluggast den oben stehenden Nachweis nicht erbringt, ist der neu ausstellende Luftfrachtführer berechtigt, dem Fluggast den Preis des Ersatzflugscheins inklusive Steuern und Gebühren in Rechnung zu stellen.

Diese Zahlung wird rückerstattet, sobald der Luftfrachtführer den Nachweis erhält, dass der verlorene oder beschädigte Flugschein während seines Gültigkeitszeitraums nicht verwendet wurde oder wenn der Fluggast dem Luftfrachtführer während dieses Gültigkeitszeitraums den wieder aufgefundenen Flugschein übermittelt.

(h) Der Fluggast ist zur sorgfältigen Aufbewahrung und zur Ergreifung der erforderlichen Maßnahmen gegen Verlust und Diebstahl verpflichtet.

(i) Werden dem Fluggast Preisnachlässe oder Sonderkonditionen, muss er dem Luftfrachtführer oder seinen Vertretern zu jedem Zeitpunkt der Reise sein Recht auf diese Vergünstigungen nachweisen und die entsprechenden Belege vorlegen können. Andernfalls erfolgt eine Anpassung des Tarifs, die sich aus der Differenz zwischen dem ursprünglich bezahlten ermäßigten Flugpreis und dem regulären Flugpreis ergibt. Wird dieser Betrag nicht beglichen, kann dem Fluggast das Boarding verweigert werden.

3.2 Gültigkeitsdauer 

(a) Vorbehaltlich abweichender Bestimmungen im Flugschein oder in den vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen oder im Fall von Tarifen, welche die Gültigkeitsdauer eines Flugscheins wie auf dem Flugschein ausgewiesen einschränken, haben Flugscheine die nachstehende Gültigkeitsdauer: 
  • Ein Jahr ab Ausstellungsdatum oder, 
  • Ein Jahr, gerechnet vom Zeitpunkt, an dem der erste Coupon abgeflogen wird, sofern dies innerhalb eines Jahres ab Flugscheinausstellung erfolgt.

(b) Wird der Fluggast, der im Besitz eines gültigen Flugscheins ist, innerhalb des Gültigkeitszeitraums seines Flugscheins von der Reise abgehalten, weil der Luftfrachtführer zum Buchungszeitpunkt die vom Fluggast gewünschte Buchung nicht bestätigen kann,  
  • so verlängert sich die Gültigkeitsdauer, 
  • oder der Fluggast der Flugpreis hat gemäß den Artikel 14 Anspruch auf Erstattung, selbst wenn der Flugschein nicht erstattbar ist,  
  • oder der Fluggast akzeptiert die Anpassung des Tarifs in entsprechender Höhe.

(c) Ist der Fluggast aus Krankheitsgründen nach Reiseantritt nicht in der Lage, die Reise innerhalb der Gültigkeitsdauer seines Flugscheins fortzusetzen, kann der Luftfrachtführer diese Gültigkeit nach Vorlage eines ärztlichen Attests verlängern. Dieses Attest muss bestätigen, dass die Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht fortgesetzt werden kann und die gesundheitlichen Probleme bei der Reservierung nicht bekannt waren. Die Verlängerung erfolgt bis zu dem Datum, an dem der Fluggast erneut reisefähig ist oder bis zum Datum des ersten verfügbaren Fluges nach Feststellung der Reisefähigkeit. Die betreffende Verlängerung beginnt ausschließlich an dem Ort der Reiseunterbrechung und gilt für einen Flug in der ursprünglich gebuchten Beförderungsklasse. Wenn die noch nicht verwendeten Flugcoupons eine oder mehrere vom Fluggast gewünschte Flugunterbrechungen beinhalten, kann die Gültigkeit des Flugscheins um bis zu drei Monate nach der im ärztlichen Attest festgestellten Wiedererlangung der Reisefähigkeit verlängert werden. Des Weiteren kann Air France auf Wunsch die Gültigkeit der Flugscheine der nahen Familienangehörigen, die den Fluggast begleiten, verlängern, vorausgesetzt, es werden die oben genannten Bestimmungen für den Nachweis eingehalten.

(d) Stirbt ein Fluggast während der Flugreise, so kann auf die Einhaltung der Mindestaufenthaltszeit von begleitenden Personen verzichtet oder die Gültigkeit der Flugscheine verlängert werden. Stirbt ein naher Familienangehöriger eines Fluggastes, nachdem dieser die Reise angetreten hat, so kann die Gültigkeitsdauer der Flugscheine seiner nahen Familienangehörigen, die mit ihm reisen, auf die gleiche Weise abgeändert werden. Die oben erwähnten Änderungen können erst nach Vorlage einer ordnungsgemäßen Sterbeurkunde ausgeführt werden. Die oben genannte Verlängerung beginnt ausschließlich an dem Ort der Reiseunterbrechung und gilt für einen Flug in der gebuchten Beförderungsklasse. Verlängerungen sind auf fünfundvierzig (45) Tage nach dem Todesdatum beschränkt. 

3.3 Höhere Gewalt (vom Fluggast vorgebracht) 

Wenn der Fluggast im Besitz eines Flugscheins wie im oben stehenden Absatz 3.1 (d) beschrieben ist und durch höhere Gewalt wie in Artikel 1 definiert am Reiseantritt gehindert wird, stellt der Luftfrachtführer dem Fluggast eine Gutschrift für seinen nicht erstattungsfähigen und/oder nicht umbuchbaren Flugschein aus. Er kann diese Gutschrift unter dem Vorbehalt angemessener Verwaltungsgebühren für eine spätere Reise verwenden, unter der Bedingung, dass der Fluggast den Luftfrachtführer so früh wie möglich vor dem Datum des Fluges benachrichtigt und Nachweise des Eintretens dieses Falls höherer Gewalt erbringt.

3.4 Reihenfolge der Verwendung der Flugcoupons

(a) Der Tarif inkl. Steuern und Gebühren richtet sich nach den im Flugschein eingetragenen Daten, Flugdaten und Strecken und entspricht einem Abflugort und einem Bestimmungsort, via die Zwischenstopps, die bei der Flugbuchung vereinbart wurden. Der Tarif ist wesentlicher Bestandteil des Luftbeförderungsvertrages. Der zum Ausstellungsdatum des Flugscheins angewendete Tarif gilt nur für einen Flugschein, der zu den angegebenen Reisedaten und in der gebuchten Reihenfolge vollständig abgeflogen wird (Reihenfolge der Verwendung der Flugcoupons).

(b) Wird am Reisetag eine unsachgemäße Nutzung durch den Fluggast festgestellt (z. B. wenn er den ersten Coupon nicht nutzt oder wenn er die Coupons nicht in der Reihenfolge ihrer Ausstellung abfliegt), fällt am Flughafen ein pauschaler Tarifzuschlag an. Er beträgt: 125 € für Kurzstreckenflüge (Kontinentalfrankreich und Korsika), 250 € für einen Mittelstreckenflug in Economy, 500 € für einen Mittelstreckenflug in Business, 500 € für einen Langstreckenflug in Economy/Premium Economy, 1 500 € für einen Langstreckenflug in Business und 3 000 € für einen Langstreckenflug in La Première (oder der Gegenwert in der örtlichen Währung).

3.5 Die vom Fluggast gewünschten Änderungen unterliegen den Tarifbedingungen, die für seinen Flugschein gelten, und können gegebenenfalls gegen Zahlung einer Bearbeitungsgebühr erfolgen. 

3.6 Name und Anschrift des Luftfrachtführers 

Der Name des Luftfrachtführers kann im Flugschein in Form des Airline Codes (wie in Artikel 1 definiert) oder in sonstiger Weise abgekürzt werden. 
Als Anschrift des Luftfrachtführers gilt die Anschrift der Unternehmenszentrale oder der Hauptbetriebsort der Luftfahrtgesellschaft.

Article IV - FLUGPREISE, STEUERN, GEBÜHREN UND ZUSCHLÄGE

4.1 Flugpreise 

Außer im Fall abweichender Bestimmungen gelten die Flugpreise nur für die Beförderung vom Abflugort zum Bestimmungsort. Sie schließen die Vergütung für Bodentransportdienste zwischen Flughäfen sowie zwischen Flughäfen und Stadtzentren nicht ein. Die Flugpreise werden in Übereinstimmung mit den Tarifen errechnet, die am Tage der Buchung des Flugscheins für die darin genannten Flugdaten und Flugstrecken gültig sind. Alle Änderungen der Reiseroute können Auswirkungen auf den zu entrichtenden Flugpreis haben. 
Die anwendbaren Flugpreise sind die vom Luftfrachtführer veröffentlichten oder durch diesen in Übereinstimmung mit den geltenden preislichen Vorschriften berechneten Tarife für den Flug oder die Flüge, die auf dem Flugschein vom Abflugort zum Zielort angegeben sind und für eine bestimmte Beförderungsklasse am Tag der Buchung des Flugscheins gelten. 
Bei der Buchung wird der Fluggast über den Preis des Flugscheins und die Ausstellungsgebühren sowie über den Gesamtpreis des Flugscheins (Flugpreis zuzüglich Ausstellungsgebühren) informiert. 

4.2 Steuern, Gebühren und Zuschläge

Alle Steuern, Gebühren oder sonstigen Abgaben, die durch Regierungsbehörden, andere Behörden oder vom Flughafenbetreiber erhoben werden, sind zusätzlich zu den Flugpreisen vom Fluggast zu bezahlen. Bei Kauf des Flugscheins wird der Fluggast über solche, nicht im Flugpreis enthaltene Steuern, Gebühren und Zuschläge informiert. Diese werden zusätzlich im Flugschein ausgewiesen. Diese Steuern, Gebühren und Zuschläge können auch nach dem Kaufdatum des Flugscheins von einer Regierungsbehörde, einer anderen Behörde oder vom Flughafenbetreiber eingeführt oder angehoben werden. In diesem Fall hat der Fluggast den entsprechenden Betrag zu entrichten. Andererseits hat der Fluggast im Fall, dass Steuern, Gebühren und Zuschläge, welche bei Ausstellung des Flugscheins bezahlt wurden, verringert werden oder nicht mehr anwendbar sind, das Recht auf Rückerstattung des Differenzbetrages oder des nicht mehr anwendbaren Betrages unter den in Artikel XIV festgelegten Bedingungen.
Verzichtet der Fluggast darauf, einen Flug anzutreten, für den er eine Buchungsbestätigung hat, erhält er diese Steuern, Flughafengebühren und anderen Abgaben rückerstattet, die gemäß den geltenden Vorschriften zu entrichten sind, wenn der Fluggast seinen Flug tatsächlich antritt.

4.3 Vom Luftfrachtführer in Rechnung gestelltes Ticket-Service-Entgelt

Für die Ausstellung des Flugscheins kann der Luftfrachtführer dem Fluggast ein Ticket-Service-Entgelt in Rechnung stellen.
Die Höhe des Ticket-Service-Entgelts hängt von der Art der Reise, dem Tarif und dem Vertriebsweg des Flugscheins ab.
Das Ticket-Service-Entgelt wird auf den Preis (inkl. Steuern und Gebühren) aufgeschlagen.
Das gegebenenfalls vom Luftfrachtführer in Rechnung gestellte Ticket-Service-Entgelt ist nicht erstattbar, es sei denn, der Flugschein wird durch Verschulden des Luftfrachtführers storniert.
Der Fluggast wird vor dem Abschluss seiner Buchung über die Höhe des Ticket-Service-Entgelts, das ihm vom Luftfrachtführer in Rechnung gestellt wird, informiert.
Die Höhe des von Air France in Rechnung gestellten Ticket-Service-Entgelts kann bei den Services von Air France und über Website der Fluggesellschaft in Erfahrung gebracht werden.

4.4 Währung

Flugpreise, Steuern, Gebühren, Ticket-Service-Entgelt, Bearbeitungsgebühren und Zuschläge sind in der Währung des Landes zu bezahlen, in dem der Flugschein gekauft wurde, es sei denn, der Luftfrachtführer oder sein Agent legt bei oder vor der Bezahlung eine andere Währung fest (z. B. weil die Umrechnung der lokalen Währung nicht möglich ist). Andere Währungen kann der Luftfrachtführer nach seinem Ermessen akzeptieren.

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