Geistige Beeinträchtigung

Mit Air France kann der Großteil der geistig beeinträchtigten Menschen alleine reisen. Sie müssen dazu in der Lage sein, die Sicherheitsanweisungen zu verstehen und zu befolgen. Allerdings ist bei einer Flugreise Folgendes zu berücksichtigen:
  • An den großen Flughäfen können die Wege kompliziert, lang und schwierig sein.
  • Die Sicherheits-, Zoll- und Polizeikontrollen können lange dauern, Stress verursachen und in manchen Fällen als zudringlich empfunden werden.
  • Auf internationalen Flughäfen ist mit Verständigungs- und Orientierungsschwierigkeiten zu rechnen.
  • Das Flugzeug kann in Turbulenzen geraten und/oder es sind Sicherheitsanweisungen zu befolgen, die im Normalfall nicht notwendig sind.
Wichtiger Hinweis
Wir empfehlen Ihnen, die Belastbarkeit einer geistig beeinträchtigen Person keinesfalls zu überschätzen.
Wir raten Ihnen außerdem, das Flugticket für einen geistig beeinträchtigten Menschen spätestens 48 Stunden vor Abflug zu buchen, damit eine möglichst optimal abgestimmte Unterstützungsleistung organisiert werden kann.

Hinweis: Bei bestimmten Beeinträchtigungen, die zu einem Gedächtnisverlust oder zu Orientierungsschwierigkeiten führen (z. B. Alzheimer), besteht eine ernstzunehmende Gefahr, wenn die Sicherheitsanweisungen des Bordpersonals nicht befolgt werden: Zum Beispiel kann es schwerwiegende Folgen haben, wenn der Fluggast von Bord geht, ohne die Unterstützungsleistung abzuwarten (der Fluggast kann die Orientierung verlieren und sich im Flughafengebäude oder auf dem Flughafengelände verirren, ungeeignete Transportmittel wählen usw.).
Sollte diese Gefahr für den Fluggast bestehen, empfehlen wir dringend, dass er in Begleitung reist.

Am Flughafen

Für allein reisende, geistig beeinträchtigte Fluggäste ist an allen Flughäfen eine Betreuung vorgesehen. Die Fluggäste erhalten Hilfestellung:
  • auf dem Weg zum Check-in,
  • beim Einchecken und bei der Gepäckaufgabe,
  • auf dem Weg zum Flugzeug,
  • beim Boarding und bei der Platzierung,
  • beim Aussteigen,
  • bei der Gepäckauslieferung,
  • auf dem Weg zum Ausgang des Flughafens.

Dieser Service wird auch im Transit angeboten, damit geistig beeinträchtige Fluggäste zu ihrem Anschlussflug gelangen.
Auch bei Anschlussflügen steht ein Betreuungsservice zur Verfügung, um geistig beeinträchtigte Passagiere nach der Landung zu ihrem Anschlussflug zu begleiten.

Hinweis: Die Fluggäste werden zu den verschiedenen Flughafenkontrollen (Polizei-, Zoll- und Sicherheitskontrolle usw.) begleitet. Es handelt sich bei diesem Betreuungsangebot nicht um einen individuellen Betreuungsservice, bei dem diese Formalitäten für die Passagiere übernommen werden.

An den europäischen Flughäfen tragen die Flughafenbetreiber die Gesamtverantwortung für die Hilfeleistungen auf dem Flughafen.

An Bord

Obwohl kein besonderes Erkennungszeichen (Schild, Umhängetasche usw.) vorgesehen ist, muss es für das Bordpersonal möglich sein, einen geistig beeinträchtigen Fluggast zu erkennen, um ihm insbesondere in einem Notfall die nötige Hilfestellung zu geben. Das ist auch der Fall, wenn besondere, nicht sicherheitsbedingte Anweisungen befolgt werden sollen (so zum Beispiel wenn der Fluggast die Unterstützungsleistung abwarten soll, bevor er von Bord geht). Deshalb empfiehlt es sich, uns vorab über den Reiseantritt eines geistig beschränkten Menschen und die benötigte Hilfestellung zu informieren.

Das Betreuungsangebot für geistig beeinträchtigte Menschen schließt folgende Unterstützungsleistungen aus:
  • Assistenz bei den Mahlzeiten, Verabreichung von Medikamenten,
  • Hilfestellung auf der Toilette,
  • oder andere persönliche Hilfestellungen.

Es muss sichergestellt sein, dass der allein reisende Fluggast in der Lage ist, alle mit einer Flugreise verbundenen Aufgaben ohne fremde Hilfe zu bewältigen.

Andernfalls empfehlen wir dringend, dass geistig beeinträchtige Menschen in Begleitung reisen, um Probleme an Bord zu vermeiden.
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