Musée Bourdelle: „Niels Hansen Jacobsen, ein Däne in Paris“

Veröffentlicht am 

Musée Bourdelle: „Niels Hansen Jacobsen, ein Däne in Paris“

2020 können Besucher im Musée Bourdelle und seinem Garten im Pariser Montparnasse-Viertel die Werke des dänischen Bildhauers Niels Hansen Jacobsen bestaunen. Geführte Besichtigung durch einen Ort und eine Zeit.

Musée Bourdelle: „Niels Hansen Jacobsen, ein Däne in Paris“

Das Musée Bourdelle – ein gut verborgener Schatz

Zum ersten Mal gibt es in Paris eine Sonderstellung zu Niels Hansen Jacobsen, von dem bereits einige Exponate im Musée d'Orsay und dem Petit Palais ausgestellt werden. Nutzen Sie diese außergewöhnliche Gelegenheit und besuchen Sie das Musée Bourdelle, das nach dem gleichnamigen Bildhauer benannt wurde, der einst hier lebte. Hansen Jacobsen und Bourdelle lebten zur selben Zeit und bearbeiteten ausgiebig das gleiche Material mit Meißel und anderen Werkzeugen, um ihm meisterhafte und besonders ausdrucksstarke Formen zu verleihen. Bei der Ausstellung sehen Sie die wundersamen und poetischen Figuren von Jacobsen, deren träumerischer Ausdruck zuweilen verstörend ist. In ihnen spiegeln sich die nordischen Sagen und die Märchen Hans Christian Andersens wider. Die kleine Seejungfrau, Das Liebespaar, Der unartige Knabe, Der Schatten, Die Geschichte von einer Mutter … Es gibt so viele Geschichten, deren Präsenz den Raum mit Leben erfüllt. Bourdelle wirkte und wohnte in diesem Haus, weshalb dies der perfekte Ort ist, um diese Kreationen zu präsentieren.

Das im Jahre 1949 eingeweihte Museum befindet sich weit weg von den imposanten Pariser Boulevards. Es bettet sich in den 15. Stadtbezirk im Schatten des schützenden Tour Montparnasse ein. Nur Insider und besonders Neugierige wissen über seine Existenz Bescheid. Wagen Sie sich vor und treten Sie in diesen friedlichen Ort inmitten eines Gartens im Innenhof voller Charme und Poesie ein. Sie wandeln zwischen den Skulpturen und Keramikmodellen von Hansen Jacobsen umher und schreiten durch den Garten mit den Werken Bourdelles, darunter der hervorstechende Herakles der Bogenschütze oder auch das Denkmal für General Alvear. Alles begann zu Lebzeiten Bourdelles, der sich dort 1885 zum Leben und Arbeiten niederließ. Bourdelle war Architekt, Bildhauer und Maler und erlebte das künstlerische Paris der 1920er-Jahre hautnah mit. Er kannte die Größten des Fachs wie Rodin – sein Lehrer und Freund – und Giacometti, der ihn in die Geheimnisse der Bildhauerei einweihte.

Musée Bourdelle
„Die wunderlichen Märchen von Niels Hansen Jacobsen: ein Däne in Paris“ vom 29. Januar bis 31. Mai 2020
18, rue Antoine Bourdelle
75015 Paris
Frankreich

+33 1 49 54 73 73

http://www.bourdelle.paris.fr/en

Montag geschlossen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Musée Bourdelle: „Niels Hansen Jacobsen, ein Däne in Paris“

Auf den Spuren der Seele des Montparnasse-Viertels

Im Chemin du Montparnasse, nur wenige Meter von Bourdelles Wohnhaus entfernt, wimmelt es vor Talenten. Matisse, Picasso, Apollinaire, Utrillo, Brâncuși, Modigliani, Cocteau und viele andere trafen sich hier, unterhielten sich angeregt und ließen ihrer Kunst freien Lauf. Heute lebt die Kunst in dieser unscheinbaren, mit Blauregen und Wildem Wein durchzogenen Gasse weiter. Maler, Bildhauer und Fotografen schlagen hier immer noch ihre Zelte auf und 2016 eröffnete die Stadt Paris dort die Villa Vassilieff, ein Kulturzentrum ganz im Zeichen der zeitgenössischen Kunst.

Nach dieser wundervoll poetischen Erkundung mitten in Paris machen Sie sich auf in Richtung Tour Montparnasse und erfreuen sich an den köstlichen Buchweizen-Crêpes mit einigen Schlucken Apfelwein in der zurecht berühmten Crêperie de Pontivy. Das Viertel ist nicht nur für seine künstlerische Vergangenheit bekannt, sondern mindestens genauso sehr für seine Crêperien: Zahlreiche Bretonen haben sich hier im 19. Jahrhundert angesiedelt. In diesem typisch Pariser Viertel haben Sie die Qual der Wahl, Ihre Neugier zu befriedigen!

Crêperie de Pontivy
29 avenue du Maine
75015 Paris
Frankreich

+33 1 42 22 17 42

www.creperie-paris-montparnasse.fr/