Taha'a, im Königreich der Vanille

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Taha'a, im Königreich der Vanille

Die Nachbarinsel Raiatea, mit der sie ihre Lagune teilt, ist heilig. Doch Taha'a hingegen ist die nach Vanille duftende Insel, seit dem 19. Jh. wird hier Vanille angebaut.

Taha'a ist die „Insel unter dem Winde“ mit den besonderen Vanillearomen. Die Wohlgerüche gehen von den zahlreichen Plantagen aus, auf denen die "Blütenhochzeit" (künstliche Bestäubung) praktiziert wird. Eine poetische Bezeichnung für einen schwierigen und entscheidenden Arbeitsvorgang: die Vanilleblüte, die sich nicht selbst befruchten kann, benötigt für die Bildung der Vanilleschoten einen Eingriff von außen. Entweder ein bestäubendes Insekt, was dem Zufall zuzuschreiben wäre, oder die Hand des Menschen, was sich zu einer regelrechten Kunst entwickelte. Die Idee der Einführung dieser Orchidee aus Mittelamerika auf die polynesischen Inseln Mitte des 19. Jahrhunderts kam auf, bevor die Methode der künstlichen Bestäubung bekannt war.

Eine Unterart, die Vanilla tahitensis, entstand: ein bei Feinschmeckern sehr beliebtes Gewürz. Taha'a produziert 80 % der polynesischen Vanilleernte und zahlreiche Vanilleplantagen heißen Sie willkommen, um Ihnen einen Einblick in ihr Know-how - von der Bestäubung bis hin zur Sonnentrocknung der Schoten - zu geben. Taha'a trägt ihren Spitznamen „Vanilleinsel“ nicht umsonst.